Sind WordPress-Seiten für Barrierefreiheit geeignet?

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Sind WordPress-Seiten für Barrierefreiheit geeignet?

Barrierefreie Websites müssen für Personen mit verschiedenen Einschränkungen problemlos und vollständig einsehbar und verwendbar sein. WordPress ist grundsätzlich auf Barrierefreiheit ausgerichtet, allerdings gilt das nicht für alle der zahlreichen, teils usergenerierten Plugins und Themes. Eigene Accessibility-Erweiterungen finden mögliche Problemfelder. Tests nach Launch sowie Neuinstallationen, im Idealfall auch persönlich sowie mit diversen Assistenten, sind Pflicht.

Das bedeutet Barrierefreiheit im Netz

Online-Barrierefreiheit ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Der Besuch und die uneingeschränkte Betrachtung einer Website muss für alle Internetnutzer gegeben sein. Barrierefreiheit betrifft verschiedene Einschränkungen, Beeinträchtigungen und Behinderungen. Diese können das Sehen und Hören betreffen, das Sprachzentrum und neurologische Bereiche beeinflussen, aber auch nur temporärer Natur (z. B. ein gebrochener Arm) sein. Altersbedingte Einschränkungen und sogar durch langsame Internetverbindungen verursachte Behinderungen fallen in diesen Bereich. Somit sind zahlreiche Punkte abzudecken. Das betrifft übrigens nicht nur die rechtliche Ebene – Unternehmen wollen ein möglichst breites Publikum erreichen und sollten ihre Inhalte somit allen zur Verfügung stellen können.

Wie barrierefrei ist WordPress wirklich?

Bis vor wenigen Jahren hatte WordPress bereits im Backend mit etlichen Anzeigeproblemen für assistive Technologien zu kämpfen. Diese wurden in den letzten Jahren beseitigt, stellenweise durch begleitende Tastenkürzel umgangen. Zudem sind die Coding-Standards für Barrierefreiheit bereits seit März 2016 im Core-Handbuch hinterlegt. WordPress an sich ist somit barrierefrei, was allerdings nicht für alle Themes und Plugins gilt. Selbst der recht neue Gutenberg-Editor kämpft noch mit Accessibility-Problemen, obwohl der Großteil der ursprünglich 90 Probleme inzwischen gelöst werden konnte. Mittlerweile gibt es viele Plugins und Themes, welche die Barrierefreiheit analysieren und potenzielle Probleme aufzeigen. Zudem verfügen viele Erweiterungen und Designs sogar über fully accessible Varianten oder sind bereits out of the box darauf geeicht.

Was beim Erstellen barrierefreier WordPress-Seiten zu beachten ist

Dennoch sollte dieses Unterfangen mit Vorsicht angegangen werden. Neue Websites sollten von Anfang an auf Barrierefreiheit setzen. Dabei sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Die kompletten Web Content Accessibility Guidelines und WordPress Accessibility Guidelines dienen als Grundlage für alle Erstellungen und Programmierungen.
  • Ein barrierefreies WordPress-Theme legt den Grundstein für eine barrierefreie Seite und sollte statt zumindest zweifelhaften Designs verwendet werden.
  • Accessibility-Plugins sind Pflicht, um eventuelle Probleme und Hindernisse schnell zu erkennen und zu beseitigen.
  • Erweiterungen mit Slidern und Carousels sowie Formulare mit unzureichender Feldbeschriftung führen besonders häufig zu eingeschränkter Barrierefreiheit.
  • Bevor die Site online geht, sollten nach Möglichkeit persönliche Testungen mit diversen technischen Assistenten durchgeführt werden.
  • Die Testprozesse sind nach sämtlichen Neuinstallationen und Design-Updates erneut einzuleiten.
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