So funktioniert Facebook Shops für Händler
Wie wichtig gut organisiertes, technisch einwandfreies Online-Shopping wirklich ist, zeigte sich im vergangenen Lockdown-Jahr mit verstärkten Web-Einkäufen und der desaströsen „Kaufhaus Österreich“-Plattform. Facebook möchte ebenfalls ein Stück vom Kuchen mitnaschen und baut seine bis dato relativ schlichten Shopping-Funktionen aus. Facebook Shops ist aktuell in den USA freigeschaltet und kommt am 19. Mai zumindest testweise auch in deutschsprachige Gefilde. Schon jetzt zeigt sich, dass alleine die Datenqualität zur Produktbewerbung erstaunliche Möglichkeiten offenlegt.
Drei Shop-Möglichkeiten
Aus der bislang recht schlichten, manuellen Formulareingabe von Produkten mit Link zum eigentlichen Webshop des Händlers wird nun ein echtes Backend. Der Catalog Manager erlaubt die gemeinsame Verwaltung des Angebotes für Facebook und Instagram, zudem sind einige US-Shopsysteme per API bereits angebunden. Im Commerce Manager lassen sich sämtliche organisatorischen Parameter verwalten. Grundsätzlich können drei Arten von Facebook Shops erstellt werden:
- Kaufabschluss auf Facebook/Instagram: Selbst bei Einbindung eines externen Shopsystems findet die Zahlungsabwicklung über den integrierten Checkout mit Facebook Pay statt. Eingehende Bestellungen landen im Shopsystem.
- Deine Website: Über einen Link zum externen Onlineshop oder Marketplace wird die Kaufabwicklung über das externe System des Händlers durchgeführt.
- Direct-Nachricht: Diese Schaufensterlösung funktioniert über das Versenden von Nachrichten von Artikeldetailseiten – es gibt weder eine eigentliche Kaufentwicklung noch einen externen Shop.
Angebot und Gebühren
Das Angebot auf Facebook Shops ist aktuell auf physische Ware beschränkt. Nicht erlaubt sind somit unter anderem:
- Downloads und digitale Güter
- Dienstleistungen und Stellenanzeigen
- Produkte für Erwachsene (u. a. Erotikartikel und Familienplanung)
- Alkohol, Tabak, Waffen und Munition
- Medizin- und Gesundheitsartikel sowie Nahrungsergänzungsmittel
Verstöße gegen diese Richtlinien werden entsprechend sanktioniert. Die Maßnahmen reichen von Angebotsentfernung bis zu dauerhafter Kontosperrung. Für alle erlaubten Produkte werden nur dann Gebühren eingehoben, wenn das Facebook-System zur Zahlungsabwicklung genutzt wird. Diese werden auf Basis des Sendungswertes berechnet mit einer kleinen Pauschale für Kleinbestellungen und einem Prozentsatz für alles darüber hinaus. Die genauen Abwicklungsgebühren und -grenzen in Euro stehen noch nicht fest. Geschieht die Zahlung extern über den Webshop des Anbieters, fallen keine Kosten an.
Auszahlung und Vermarktung
Wer Gebühren zahlt, möchte natürlich auch Erträge sehen. Facebook spricht von Auszahlungen innerhalb von fünf bis acht Tagen, in manchen Fällen kann es jedoch bis zu 30 Tage dauern. Die Social-Media-Plattform trägt zwar das Zahlungsausfallrisiko, allerdings gibt es sowohl Käuferschutzrichtlinien für Kundenreklamationen als auch einen Anfechtungsmechanismus für Anbieter. Ein weiteres wichtiges Tool ist der bereits erwähnte Catalog Manager, der nicht nur das Anlegen und Verwalten des Produktbestands ermöglicht, sondern zugleich verschiedene Vermarktungsmöglichkeiten bietet. So lassen sich einige Werbeformen direkt mit dem Facebook-Pixel verbinden und schalten, vornehmlich statische Traffic Ads und personalisierte Dynamic Ads. Sogar ein Live-Shopping-Feature mit der Anzeigenschaltung während Livestreams ist verfügbar.
Facebook Shops befindet sich aktuell noch im Aufbau und in der weltweiten Verbreitung. Neben der angekündigten europäischen Testphase im Mai sind unter anderem auch entsprechende Einbindungen bei WhatsApp, Instagram Direct und Facebook Messenger angedacht. Mit der pinzweb Werbeagentur machen Sie sich schon heute fit dafür. Von der kompletten Einrichtung und Betreuung von Webshops und E-Commerce-Lösungen bis zu maßgeschneiderten Social-Media-Marketing-Lösungen begleiten wir Sie auf allen digitalen Verkaufswegen. Gerne begrüßen wir Sie schon bald zu einem kostenlosen Beratungsgespräch!