GoogleSpeak – ein zweischneidiges Schwert

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Für SEO- und Web-Experten ist Google das Nonplusultra; Kunststück, schließlich ist der Suchmaschinenbetreiber nach wie vor unangefochtener Weltmarktführer und scheint seine Rolle auszubauen. Eines der größten Ziele eines jeden Online-Profis ist es mit seiner Website oder seinem Blog auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu einem oder mehreren Schlüsselbegriffen zu landen, unter Umständen sogar an erster Stelle.

Das Problem hieran: Neben einigen recht klar umrissenen Faktoren existiert ein großer, schwammiger SEO-Bereich, der nur auf Vermutungen und / oder Informations-Häppchen beruht. Wenn Google-Experten tatsächlich Auskunft zu relevanten Themen geben, stürzt sich die Fachwelt verständlicherweise darauf. Aber aufgepasst: GoogleSpeak hat seine Tücken.

Experten sind auch nur Menschen

Unter dem markigen Neologismus „GoogleSpeak“ versteht man Aussagen oder Zitate von bei Google bzw. Alphabet Inc. angestellten Experten zu Themen, die das Suchranking und die Suchmaschinenoptimierung (SEO) beeinflussen. Diese, und das muss stets beachtet werden, sind auch nur Menschen. Ihre Informationen können durch die Zeit überholt werden, sich auf andere Themenbereiche beziehen oder einfach aus dem Zusammenhang gerissen sein. Besondere Vorsicht gilt gegenüber Zitaten von Matt Cutts, der sich im Juli 2014 von Google zurückzog und seither auch keines seiner informativen Videos mehr veröffentlicht. Dennoch wird er nach wie vor zitiert, obwohl seine Ausführungen teils längst überholt sind. Dafür kann Cutts selbst allerdings nichts.

Sarkasmus und Kontext

Heute werden vor allem zwei weitere, aktive Google-Mitarbeiter zitiert. Der gebürtige Ungar Gary Illyes scheint einen ähnlichen Status wie einst Cutts einzunehmen. Sein trockener Humor und Sarkasmus sorgen allerdings dafür, dass humorvoll veranschlagte Aussagen für bare Münze genommen werden. John Mueller hingegen, ein Schweizer, arbeitet zwar bei Google, ist aber kein Mitglied jenes Teams, das am Suchalgorithmus arbeitet. Als Techniker beziehen sich seine Antworten oftmals auf eine rein technische Ebene. Gelegentlich unterlaufen ihm auch Fehler, was wiederum menschlich ist.

Wenn einer dieser oder anderer Experten zitiert wird, ist auf den Kontext zu achten. Nicht nur, dass den Zitierenden ebenso Fehler unterlaufen können, die Frage ist, in welchem Zusammenhang eine bestimme Aussage getätigt wurde. Letztlich hat jeder Experte seine eigene Meinung. Während Mueller beispielsweise technische Lösungen bevorzugt, wird Illyes eher auf Content-Basis operieren.

Was ist bei GoogleSpeak zu beachten?

Letztlich sollten vier Fragen als Grundlage für die Auseinandersetzung mit GoogleSpeak dienen:

Wer hat es gesagt?
Je nach Experte und Persönlichkeit können Richtigkeit, Sinnhaftigkeit und Relevanz variieren.

Woher kommt die Aussage?
Wird eine Konferenz zitiert, so geht es auf die Suche nach dem zitierenden Tweet und den Kommentaren dazu. Eventuelle Missverständnisse werden hier direkt berichtigt. Bei Videos und Artikeln sollte immer ein paar Tage gewartet werden, bis eventuelle falsche oder unvollständige Aussagen korrigiert werden.

Wann wurde es gesagt?
Je länger eine Aussage her ist, desto irrelevanter und überholter ist sie wahrscheinlich. Ist das GoogleSpeak ganz frisch, sollten die zuvor erwähnten paar Tage abgewartet werden.

Wie soll GoogleSpeak zitiert werden?
Wird man selbst Zeuge einer Expertenaussage, so ist neben der Persönlichkeit und den Eigenheiten des Sprechers auf Genauigkeit zu achten: vollständiger Wortlaut, Auslassungen nur, wenn sie den Sinn nicht verfremden, und nach Möglichkeit Beleg durch weitere Quellen, beispielsweise Audio- oder Video-Mitschnitt.

GoogleSpeak kann eine aufregende Sache sein, wenn es darum geht, neue Erkenntnisse auf SEO-Ebene zu gewinnen. Wie jede Aussage sollten auch Experten-Statements mit Vorsicht genossen werden. Zeit ist ihr größter Feind, Irrtümer sind und bleiben menschlich.

Quelle: Search Engine Land

Autor: Walter Kraus

Copyright Foto: Bigstock.com/EMIL IMARIETLI

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