Neue Digitalsteuer schadet werbenden Unternehmen

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Neue Digitalsteuer schadet werbenden Unternehmen

Die österreichische Digitalsteuer steht in den Startlöchern. Sie zielt darauf ab, große Konzerne im Online-Bereich höher zu besteuern, beispielsweise Facebook, Google und Amazon. Diese Absicht an sich ist begrüßungswert, doch das angestrebte Gesetzespaket wird von Experten als Etikettenschwindel bezeichnet. Eine neue Petition soll auf die Problematik dieses unausgegorenen Konzepts aufmerksam machen.

Werbeabgabe statt Steuerpaket

Ursprünglich sollte die Digitalsteuer mehr Steuergerechtigkeit schaffen. Aktuell gestaltet sich der Steuersatz für die eingangs erwähnten Global-Player im Online-Bereich, die ihre Gewinne ins Ausland leiten, sehr übersichtlich. Höhere Steuerabgaben sollten folgen, herausgekommen ist dabei allerdings eine Werbeabgabe 2.0, so Marco Schreuder, Fachgruppen-Obmann Werbung und Marktkommunikation der WKO. Die Abgabe auf Online-Werbung von 5 % bringt zwar nette Mehreinnahmen, die mit rund 15 Millionen Euro allerdings deutlich geringer als angekündigt ausfallen werden und im Staatshaushalt bestenfalls als Peanuts durchgehen. Zugleich wird die Abgabe wohl kaum von besagten Großkonzernen bezahlt werden.

Domino-Effekt für die Online-Branche

Eine solche Abgabe wurde in Frankreich bereits eingeführt. Amazon entschied sich schnell dazu, diese Steuer an seine Werbekunden abzuwälzen. Hier trifft es vor allem Drittanbieter, die über Amazon ihre Waren verkaufen, also viele weitere Klein- und Mittelunternehmen. Dieses Szenario im E-Commerce ist auch in Österreich mehr als denkbar. Werbeanbieter, egal ob SEA (Google) oder Social Media (Facebook), könnten somit höhere Beträge für das Schalten und Verwalten von Anzeigen verlangen. Dies schlägt sich auf sämtliche Unternehmen in der Online-Branche von der klassischen SEO- und Marketing-Agentur bis zu den betreuten Anzeigekunden selbst nieder. Diese können entsprechende Aufträge wiederum an Unternehmen in anderen EU-Ländern, die keine Digitalsteuer erheben, vergeben, wie Deutschland. Es entsteht ein Domino-Effekt, der ganze Geschäftsbereiche mit tausenden Beschäftigten in unnötige Gefahr bringt.

Petition „Nein zur Digitalsteuer!“

Viele werbende Unternehmen, aber vor allem auch Endkunden sind sich des tatsächlichen Ausmaßes der geplanten Faux-Digitalsteuer nicht bewusst. Eine neue Petition der Wiener Kreativ- und Werbewirtschaft, welche durch die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation repräsentiert wird, appelliert an die österreichischen Parlamentsparteien, diesem Entwurf nicht zuzustimmen. Zugleich will man unter den Fachgruppenmitgliedern wichtiges, womöglich entscheidendes Bewusstsein für diese Problematik mit potenziell dramatischen Auswirkungen schaffen:

 

Zur Petition: www.openpetition.eu

 

Die pinzweb Werbeagentur steht voll und ganz hinter dieser Petition. Sie möchten wissen, was die Werbeabgabe 2.0 konkret bedeutet oder erst recht auf Top-Service aus Österreich setzen? Wir freuen uns bereits auf Ihre Anfrage!

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